Immuntherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms in Deutschland:
Eine Standortbestimmung
DGFIT

Zusammenfassung

Die Umfrage untersucht den Einsatz von Interferon alpha (IFNa) und Interleukin-2 (IL-2) beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) im Hinblick auf Akzeptanz, Therapiegründe, Applikationsformen, Kombinationen, Dauer und Erhaltungstherapie.

186 Zentren mit 2.200 Patienten jährlich antworteten. 182 Zentren befürworten Immuntherapie, 147 führen sie durch, 35 überweisen gezielt. Effektivität und Verträglichkeit sind die hierfür häufig genannten Gründe. Die Therapiezeiten liegen bei 3 - 6 Monaten. 118 Zentren verwenden eine Erhaltungstherapie bei klinischem Ansprechen.

Kombinationen von subkutanem IL-2 und IFNa (174x genannt), ohne (77x) oder mit 5-Fluorouracil und/oder Isotretinoin (97x) sind das häufigste Schema. Es folgen IFNa mit Vinblastin (71x), IFNa-Monotherapie (59x) und IL-2-sc-Monotherapie (50x).

IL-2 wird subkutan (133 Zentren), inhalativ (64 Zentren) und manchmal lokal/intratumoral (24 Zentren) eingesetzt. Kontinuierlich intravenös wird IL-2 selten gegeben (13 Zentren) und ist nie einzige oder wichtigste Applikationsart.

Die Kombination von IFNa und IL-2 und die subkutane und lokale IL-2-Applikation sind Standardbehandlung bei der Immuntherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms in Deutschland.


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